Trier weist unter den deutschen Städten den energieeffizientesten Gebäudebestand auf. Im jährlich durchgeführten Wettbewerb folgen Rostock auf Platz zwei und Dresden auf Platz drei. Am unteren Ende des Top-50-Rankings liegen Mönchengladbach (Rang 48), Bremen (49) und Krefeld (50) mit den energetisch schwächsten Gebäudestrukturen.
Energetische Gebäudesanierung: Osten insgesamt vor Westen
Die Untersuchung zeigt auch im fünften Jahr, dass die Sanierungsaktivitäten in vielen westdeutschen Bundesländern zu wenig vorankommen – besonders deutlich wird das in Nordrhein-Westfalen. Insgesamt liegt Ostdeutschland beim energetischen Zustand der Gebäude weiterhin vorn, weil in den Jahren nach der Wiedervereinigung umfangreich in den Bestand investiert wurde. In den vergangenen Jahren gingen die Spitzenplätze an Chemnitz (2024), Leipzig (2023), Potsdam (2022) und Offenbach am Main (2021).
Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle e.V. (BuVEG), erklärte, Kommunen, die die energetische Weiterentwicklung ihres Gebäudebestands gezielt priorisieren, würden mehrfach profitieren: Städte würden widerstandsfähiger gegenüber Klimafolgen, Energiekosten für Bürgerinnen und Bürger könnten sinken, und zugleich werde Vermögen gesichert, das häufig im Immobilienbesitz der Bevölkerung gebunden sei. Trier habe diese Zusammenhänge erkannt und sich dafür ein strategisches Klima- und Energiekonzept gegeben, das bereits erste Wirkung zeige. Zugleich falle die Gesamtbilanz der energetischen Sanierung in Deutschland laut Hinrichs enttäuschend aus: Die Sanierungsquote liege aktuell bei 0,69 Prozent, erforderlich seien etwa 2 Prozent. Daraus leitete er die Forderung ab, die Sanierung deutlich zu beschleunigen.
Auch Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe äußerte sich zufrieden über das Ergebnis. Er sagte, es sei erfreulich, dass Trier in dem Ranking so weit vorn liege. Die Auswertung könne als Hinweis verstanden werden, dass viele Menschen in Trier erkannt hätten, wie wirtschaftlich sinnvoll Energieeffizienz beim Sanieren und Bauen sei. Zudem verbessere sie die Wohnqualität und sei im Kontext des Klimaschutzes wichtig.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von BuVEG – Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle/Veröffentlicht am 30.01.2026