Veganuary 2026: Pflanzliche Ernährung wird zum Mainstream

Millionen Menschen weltweit nutzten den Veganuary, um eine pflanzliche Ernährung auszuprobieren. Erste Auswertungen aus Handel und Gastronomie zeigen eine deutlich gestiegene Nachfrage. Der vegane Januar endet mit einem starken Ergebnis – und sein Einfluss reicht weit über den Aktionsmonat hinaus. Seit Jahren sorgt die Kampagne für nachhaltige Veränderungen, wie zahlreiche Rückmeldungen aus der Wirtschaft verdeutlichen.

Typische Anzeichen des Veganuary waren auch 2026 unübersehbar: Prominente brachten vegane Produkte auf den Markt, in großen Fußballstadien wurden pflanzliche Snacks bestellt, Medien berichteten über knappen Tofu-Nachschub und öffentliche Institutionen riefen zu Aktionen rund um Pflanzenmilch auf. All das machte deutlich, wie präsent das Thema im Alltag geworden ist.

Veganer Start ins Jahr erreicht Millionen weltweit

Unterstützt von bekannten Persönlichkeiten aus Social Media und Film entwickelte sich der Veganuary 2026 erneut zu einem gesellschaftlichen Impuls. Der Leiter von Veganuary Deutschland erklärte rückblickend, dass die Kampagne in Supermärkten, Kantinen, Stadien, privaten Haushalten und digitalen Kanälen gleichermaßen präsent gewesen sei. Ziel sei es gewesen, Menschen in allen Lebensbereichen einzuladen, eine vegane Ernährung auszuprobieren – aus Gründen des Tierwohls, des Klimaschutzes und der Gesundheit – und den Einstieg möglichst niedrigschwellig zu gestalten.

Dieser Einladung folgten viele: Weltweit beteiligten sich über 30 Millionen Menschen am Veganuary 2026. In Deutschland unterstützten mehr als 1.000 Unternehmen die Aktion mit neuen Produkten, Gerichten und begleitenden Maßnahmen.

Hohe Nachfrage führt zu Engpässen und Bestwerten beim Umsatz

Die ersten Zahlen teilnehmender Marken fielen entsprechend deutlich aus. Mehrere Hersteller meldeten zweistellige Absatzsteigerungen gegenüber dem Vormonat und die umsatzstärksten Wochen ihrer bisherigen Unternehmensgeschichte. Auch Onlinehändler erzielten durch spezielle Aktionen ihren erfolgreichsten Monat seit Bestehen.

Die erhöhte Nachfrage zeigte sich zudem ganz praktisch im Einzelhandel. Im Januar berichteten Medien über eine bundesweite Verknappung von Tofu. Große Handelsketten führten dies übereinstimmend auf das gestiegene Interesse im Rahmen des Veganuary zurück.

Gastronomie und To-go-Angebote im Wandel

Nicht nur beim Einkauf, auch in der Gastronomie wird pflanzliche Ernährung zunehmend selbstverständlich. Große Fast-Food-Ketten gaben an, dass inzwischen ein signifikanter Anteil ihrer Klassiker in veganer Variante bestellt werde. Im Außer-Haus-Verkauf verzeichneten Bäckereien und Snackanbieter teils massive Zuwächse bei pflanzlichen Aktionsprodukten im Vergleich zum Vorjahr.

Veganuary bringt pflanzliche Optionen in den Alltag

Ein zentraler Ansatz der Kampagne ist es, Menschen dort zu erreichen, wo sie täglich essen. Entsprechend wuchs 2026 das Angebot veganer Gerichte in Kantinen, Mensen und Betriebsrestaurants weiter an.

Cateringunternehmen berichteten, dass der Anteil pflanzlicher Speisen während des Aktionsmonats deutlich anstieg und sich auch in den Verkaufszahlen widerspiegelte. In einigen Betrieben war im Januar jedes fünfte bestellte Gericht vegan. Für die Gemeinschaftsverpflegung gilt der Veganuary inzwischen als wichtiger Impuls, um klima- und tierfreundliche Angebote dauerhaft auszubauen. Seit den ersten Teilnahmen wurden zahlreiche vegane Rezepte entwickelt, die inzwischen fest in den Speiseplänen verankert sind.

Ein Projektverantwortlicher aus dem Cateringbereich erklärte dazu, dass der vegane Januar geholfen habe, Vorbehalte abzubauen, neue Zielgruppen zu erreichen und pflanzenbasierte Ernährung stärker im Alltag zu etablieren.

Ernährung als gesellschaftliche Aufgabe

Die gemeinnützige Organisation verfolgt das Ziel, pflanzliche Ernährung breit in der Gesellschaft zu verankern – aus gutem Grund. Eine aktuelle europaweite Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung zeigt, dass die Ernährung rund 23 Prozent der Treibhausgasemissionen privater Haushalte verursacht. Berücksichtigt man weitere Umweltfaktoren wie Stickstoff- und Phosphoreinträge, Wasser- und Flächennutzung sowie den Verlust an Biodiversität, steigt der Einfluss auf 56 bis 71 Prozent.

Aus Sicht von Veganuary Deutschland unterstreichen diese Zahlen, dass Ernährung eine zentrale Stellschraube gesellschaftlicher Gestaltung ist. Pflanzliche Ernährung spiele nachweislich eine Schlüsselrolle für Klima- und Ressourcenschutz. Der Veganuary 2026 habe erneut gezeigt, wie groß die Bereitschaft sei, Neues auszuprobieren, und dass Veränderung möglich ist. Gleichzeitig werde deutlich, dass es für eine nachhaltige Zukunft mehr Tempo und verlässliche politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen brauche.

Über Veganuary

Veganuary ist eine gemeinnützige Organisation und internationale Kampagne, die Menschen dazu motiviert, sich im Januar und darüber hinaus pflanzlich zu ernähren. Gegründet wurde sie 2014 im britischen Yorkshire. Heute ist Veganuary weltweit aktiv und treibt die Ernährungswende in Gesellschaft und Wirtschaft voran. Interessierte finden ganzjährig kostenfreie Unterstützung, unter anderem in Form eines 31-tägigen E-Mail-Programms, um eine vegane Ernährung auszuprobieren.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Veganuary/Veröffentlicht am 04.02.2026