Unternehmen können mit Mitarbeiterwohnungen ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern und Fachkräfte besser gewinnen sowie langfristig halten. Trotzdem plant bislang nur ein sehr kleiner Teil der Betriebe, neue Angebote in diesem Bereich aufzubauen. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt, dass vor allem schwierige Rahmenbedingungen, fehlendes Wissen und unzureichende Kooperationen den Ausbau bremsen.
Nach einer repräsentativen Befragung von 826 Unternehmen in Deutschland im Sommer 2025 im Rahmen des IW-Personalpanels stellen rund neun Prozent ihrer Belegschaft direkt Wohnraum zur Verfügung. Weitere 21 Prozent unterstützen Beschäftigte auf indirektem Weg, beispielsweise über interne Wohnungsbörsen oder durch die Übernahme von Maklerkosten.
Für viele Unternehmen bringt dieses Engagement spürbare Vorteile. 58 Prozent der befragten Betriebe gaben an, dass Mitarbeiterwohnen die Gewinnung von Fachkräften erleichtere. 55 Prozent sahen darin zudem einen positiven Effekt auf die langfristige Bindung von Beschäftigten. Dennoch wollen lediglich vier Prozent der Unternehmen in den kommenden fünf Jahren neue Angebote schaffen.
Als größtes Hindernis nannten etwa zwei Drittel der Betriebe ungünstige Bedingungen bei der Anmietung von Wohnraum. Mehr als 45 Prozent erwarteten Schwierigkeiten bei der Suche nach passenden Partnern aus der Wohnungswirtschaft. Fast 40 Prozent hielten außerdem den finanziellen und organisatorischen Aufwand für zu hoch.
Dabei ließen sich viele dieser Hürden reduzieren. Vor allem kleinere Unternehmen könnten nach Einschätzung der Studie von Kooperationsmodellen mit der Wohnungswirtschaft profitieren, weil sich so der Einstieg erleichtern ließe. Zusätzliche Möglichkeiten würden sich auch durch Wohnungsbau auf betriebseigenen Flächen ergeben. Auf Klinikgeländen, Industriebrachen oder in leerstehenden Bürogebäuden könnte neuer Wohnraum entstehen, ohne andere Wohnungssuchende stärker unter Druck zu setzen. Voraussetzung wäre allerdings, dass Kommunen Bauvorhaben auf Betriebsgeländen leichter genehmigen.
Der IW-Experte Philipp Deschermeier erklärte, Mitarbeiterwohnungen könnten im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte zu einem wichtigen Standortvorteil werden. Dafür brauche es bessere Informationen für Unternehmen und einfachere Genehmigungen durch die Kommunen. Wenn Arbeitgeber, Wohnungswirtschaft und Kommunen enger zusammenarbeiteten, könnten davon alle Seiten profitieren: Unternehmen würden leichter Fachkräfte sichern und zugleich könnte sich der Wohnungsmarkt entspannen.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Institut der Deutschen Wirtschaft/Veröffentlicht am 28.03.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.