Werbemittel richtig gestalten und einsetzen – so geht´s

In Zeiten des Internets hat sich die Art und Weise zu werben deutlich verändert. Beste Beispiele dafür sind Print- und TV-Werbung, die heute nur noch einen Bruchteil der Reichweite generieren, als es vor der Jahrtausendwende der Fall war. Trotzdem muss man klassische Werbung nicht komplett abschreiben – besonders physische Werbeartikel sind immer noch sehr gefragt. Die Kardinalfrage lautet aber: Welches Werbematerial für welche Werbung?

Nicht alle Werbeartikel eignen sich für jede Aktion. Daher ist diese Frage elementar für den Erfolg jeder Marketing-Maßnahme. Wir schauen uns die wichtigsten Basics dazu etwas genauer an.

Folgende Fragen sollte sich jeder Werbetreibende stellen, bevor es an die Konzeption einer Kampagne geht:

Die Zielgruppe

Eine besonders wichtige Frage ist, ob sich der gewählte Werbeartikel für die anvisierte Zielgruppe eignet. Sicherlich: Einen Kugelschreiber kann grundsätzlich (fast) jeder gebrauchen, sobald es aber spezieller wird, muss man sich Gedanken machen. Ein Reifenprofiltiefenmesser etwa eignet sich gut für Kunden einer Autowerkstatt, weniger dagegen für Friseurbesucherinnen.

Nützlichkeit

Was ist für die Zielgruppe wichtig: Kitsch oder Gebrauchsgegenstand? Auch hier muss wieder genau geschaut werden. Kunden beispielsweise, für die Nachhaltigkeit wichtig ist, können mit Kitsch in der Regel wenig anfangen. Das Ganze könnte in diesem Fall sogar nach hinten losgehen und Verärgerung hervorrufen.

Anbringen von Firmenlogo bzw. Name

Die Anbringung des Werbeaufdrucks sollte so erfolgen, dass es angemessen ist und die Handhabung nicht beeinträchtigt. Trotzdem muss das Firmenlogo bzw. der Name natürlich Aufmerksamkeit erregen. Der Werbeartikel sollte daher nicht zu klein sein und genügend Fläche für den Aufdruck bieten.

Natürlich gibt es noch diverse weitere Faktoren, die man aber auch aus den genannten ableiten kann. Einer davon ist beispielsweise die Art der Verteilung. Auf Messen mit einem breiten Publikum – also kein Fachpublikum – sind Give-aways angebracht, als Weihnachtspräsent oder Werbegeschenk für die wichtige Stammkundschaft eher nicht.

So erzielt der Werbeaufdruck die beste Wirkung

Damit die Werbung etwas bringt, muss klar erkennbar sein, von wem sie stammt. Die meistverwendete Methode ist der Werbeaufdruck, da es kaum ein Produkt gibt, welches ausschließlich mit der werbenden Firma in Verbindung gebracht wird.

Ein sinnvoller Druck ist aber nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint. Neben den allgemeinen Kriterien, die für jedes Werbematerial gelten, muss man hier noch mehr berücksichtigen. Eine hochwertige technische Umsetzung ist unverzichtbar. Wer beispielsweise als Werbegeschenk ein Klebeband bedrucken möchte, sollte darauf achten, dass dieses seine Funktion auch wirklich erfüllt. Wird ein T-Shirt bedruckt, bei dem das Motiv nach der ersten Wäsche verblasst oder sich ganz auflöst, ist die Wirkung ebenfalls kontraproduktiv. Auch wenn man das Logo auf einem Kugelschreiber mit dem Finger herunterkratzen kann, hinterlässt das keinen guten Eindruck.

Die Platzierung des Logos auf dem Werbemittel ist ebenfalls extrem wichtig. Ein hochwertiges Werbegeschenk verdient eine dezente Kennzeichnung, da es sonst nicht verwendet wird, ein Give-away dagegen darf ruhig auffälliger gekennzeichnet werden.

Schauen wir uns abschließend noch einmal die beiden gebräuchlichsten Formen von Werbeartikeln mit ihren individuellen Vor- und Nachteilen an:

Give-aways

Give-aways sind Werbeartikel, die an ein breites Publikum ausgegeben werden. Ein solcher ist in aller Regel sehr preiswert und auffällig, da der Erinnerungseffekt im Vordergrund steht. Das Beispiel mit der wahrscheinlich größten Verbreitung ist hier der Kugelschreiber. Er erfüllt viele Kriterien, die ein solcher Werbeartikel erfüllen sollte: preiswert, nützlich, recht lange Nutzungsdauer, klein und trotzdem auffällig zu gestalten. Andere typische Vertreter sind Schlüsselanhänger, Bonbons oder Schlüsselbänder.

Werbegeschenke

Werbegeschenke sind ebenfalls Werbemittel, allerdings unterscheiden sie sich durch ihre Exklusivität. Dies bezieht sich jedoch weniger auf den Preis als auf die Verwendung. Give-aways werden an die Masse verteilt, Werbegeschenke im klassischen Sinne an ausgewählte Personen bzw. zu besonderen Anlässen. Größere Werbegeschenke haben meist einen dezenteren Werbeaufdruck. Je wertvoller das Geschenk, desto individueller sollte es ausgewählt sein. Vom Blumenstrauß über den Präsentkorb bis zum Pkw ist alles möglich, jedoch wird irgendwann die Grenze zur Bestechung überschritten. In vielen Ländern gibt es zudem Richtwerte für die steuerliche Absetzbarkeit.