Fällt das regelmäßige Haushaltseinkommen unerwartet weg, wären die finanziellen Reserven vieler Menschen in Deutschland schnell aufgebraucht. Laut einer repräsentativen Civey-Umfrage im Auftrag der Debeka könnten 51 Prozent der volljährigen Befragten unter Ausschluss von Rentnerinnen und Rentnern ihre laufenden Ausgaben höchstens drei Monate lang decken. Bei 22 Prozent würden die Rücklagen sogar weniger als einen Monat reichen. Nur 23 Prozent könnten ihren Lebensunterhalt länger als ein halbes Jahr aus eigenen Reserven bestreiten.
Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen Frauen und Männern. Fast doppelt so viele Frauen wie Männer geben an, dass ihr Haushalt bei einem Wegfall des Einkommens weniger als einen Monat durchhalten würde. Die Ergebnisse deuten damit darauf hin, dass finanzielle Sicherheit innerhalb der Bevölkerung sehr unterschiedlich verteilt ist.
Unerwartete Ausgabe von 3.000 Euro für viele ein Problem
Auch eine einzelne größere Rechnung könnte zahlreiche Haushalte finanziell unter Druck setzen. 37 Prozent der Befragten könnten eine unerwartete Ausgabe von 3.000 Euro nicht kurzfristig begleichen, ohne dadurch in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten.
Besonders häufig trifft dies jüngere Erwachsene. Unter den 18- bis 29-Jährigen geben 63 Prozent an, eine solche Summe nicht ohne Probleme aufbringen zu können. Auch Familien mit Kindern verfügen der Befragung zufolge seltener über entsprechende finanzielle Spielräume. Während 46 Prozent der Haushalte mit Kindern Schwierigkeiten bei einer unerwarteten Ausgabe von 3.000 Euro hätten, sind es bei kinderlosen Haushalten 34 Prozent.
Bei finanziellen Engpässen wird zuerst der Konsum reduziert
Wenn kurzfristig eine größere finanzielle Belastung entsteht, reagieren die meisten Befragten zunächst mit Einsparungen im Alltag. 54 Prozent würden ihre Ausgaben reduzieren. Sparbeiträge oder Vorsorgeleistungen würden dagegen nur 14 Prozent kürzen.
Debeka-Vorstandsvorsitzender Thomas Brahm führt die begrenzten finanziellen Spielräume vieler Haushalte unter anderem auf gestiegene Lebenshaltungskosten und Unsicherheiten bei Einkommen und sozialer Absicherung zurück. Aus seiner Sicht sei es deshalb besonders wichtig, dass Möglichkeiten zur Altersvorsorge auch für Menschen mit geringeren Einkommen erreichbar blieben. Bereits kleine, regelmäßig zurückgelegte Beträge könnten über längere Zeit einen finanziellen Grundstock schaffen.
Die Ergebnisse zeigen insgesamt, dass viele Haushalte nur begrenzte Reserven für unerwartete finanzielle Belastungen besitzen. Besonders junge Menschen, Familien mit Kindern und Frauen geben häufiger an, größere Ausfälle oder zusätzliche Kosten nicht über einen längeren Zeitraum auffangen zu können.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Debeka Versicherungsgruppe/Veröffentlicht am 28.10.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.