Bremen erweitert Wohnprojekt für Studierende

Das Bremer Modellprojekt „Study Friends“ wird weiter ausgebaut. Es bietet Studierenden bezahlbaren oder vergünstigten Wohnraum und verbindet diesen mit sozialem Engagement an Schulen im jeweiligen Quartier.

Am Freitag, 4. September 2026, besuchten Bausenatorin Özlem Ünsal und Kinder- und Bildungssenator Mark Rackles die Grohner Düne in Vegesack. Dort stehen künftig weitere Wohnungen für das Projekt zur Verfügung.

Studierende wohnen günstig und helfen an Schulen

„Study Friends“ bringt zwei Herausforderungen zusammen: knappen studentischen Wohnraum und zusätzlichen Unterstützungsbedarf an Schulen. Studierende erhalten über beteiligte Wohnungsunternehmen günstige Wohnungen und engagieren sich im Gegenzug an Schulen in ihrem Stadtteil.

Dort unterstützen sie Schülerinnen und Schüler beim Lernen, begleiten sie im Schulalltag und stehen als zusätzliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Verfügung.

Bausenatorin Özlem Ünsal sieht darin ein besonderes Stadtentwicklungsprojekt. Dass Studierende in der Grohner Düne wohnen und sich zugleich nebenan an einer Schule einbringen, stärke den Stadtteil von innen heraus.

Projekt wächst in mehreren Stadtteilen

Begonnen hatte „Study Friends“ in Gröpelingen. Inzwischen wird das Modell in mehreren Bremer Stadtteilen umgesetzt. Aktuell gibt es das Projekt in Gröpelingen, Blumenthal und Burglesum. In Vegesack kommt nun weiterer Wohnraum hinzu.

Derzeit stehen insgesamt zehn Wohnungen mit Platz für 22 Studierende zur Verfügung. Zum neuen Wintersemester kommen zwei weitere Wohnungen in Gröpelingen und Blumenthal hinzu. Damit wächst das Projekt auf zwölf Wohnungen für perspektivisch bis zu 26 Studierende.

Fünf Wohnungsunternehmen beteiligen sich

Auch die Zahl der beteiligten Wohnungsgeber ist gestiegen. Neu dabei ist GCP, das zwei Wohnungen in der Grohner Düne bereitstellt.

Neben GCP beteiligen sich die Gewoba mit vier Wohnungen, Brebau mit drei Wohnungen, Vonovia mit zwei Wohnungen und die Genossenschaft Gewosie mit einer Wohnung. Damit ist „Study Friends“ auf die Zusammenarbeit verschiedener Akteure angewiesen und profitiert vom Engagement der Wohnungswirtschaft.

GCP-Manager Sebastian Faltin betont, dass das Unternehmen als Bestandshalter Verantwortung für seine Quartiere übernehme. Der Ansatz, Wohnen und gesellschaftliches Engagement miteinander zu verbinden, habe GCP besonders überzeugt.

Unterstützung für Schulen in Randlagen

Kinder- und Bildungssenator Mark Rackles verweist darauf, dass bezahlbarer Wohnraum für Studierende eine wichtige Voraussetzung sei, um in Bremen gut studieren und leben zu können. Gleichzeitig seien an Schulen in Randlagen wie Bremen-Nord helfende Hände und zusätzliche Unterstützung willkommen.

Mit „Study Friends“ würden beide Bedarfe zusammengeführt. Studierende erhielten bezahlbaren Wohnraum und engagierten sich zugleich an Schulen in ihrem Quartier.

Einsatz an Grund- und Oberschulen

In Gröpelingen sind Studierende derzeit an der Neuen Oberschule Gröpelingen, der Oberschule Ohlenhof und der Oberschule im Park aktiv. Ab Oktober kommt die Grundschule am Pastorenweg hinzu.

In Blumenthal engagieren sich „Study Friends“ an der Tami-Oelfken-Schule, künftig auch an der Grundschule am Dillener Quartier. In Burglesum sind zwei Studierende an der Grundschule an der Landskronastraße tätig. In Vegesack starten vier Studierende an der Grundschule am Wasser.

Beitrag zur Quartiersentwicklung

Mit der Erweiterung erreicht „Study Friends“ nicht nur zusätzliche Schulen. Das Projekt wird auch zu einem Baustein der Quartiersentwicklung.

Studierende leben dort, wo sie sich engagieren. Dadurch entstehen Begegnungen zwischen Studierenden, Kindern und Familien im Stadtteil. Zugleich bringen die jungen Erwachsenen neue Perspektiven und zusätzliche Unterstützung in den Schulalltag ein.

Unterstützt wird das Projekt im Rahmen des Startchancen-Programms. Ziel ist es, insbesondere Schulen in Quartieren mit besonderen Herausforderungen zusätzliche Möglichkeiten zur Förderung von Schülerinnen und Schülern zu eröffnen.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Hansestadt Bremen/Veröffentlicht am 04.09.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.