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Die jüngste Untersuchung von Stiftung Warentest zu nativem Olivenöl extra hat eine breite öffentliche Debatte ausgelöst. Von insgesamt 25 getesteten Produkten erreichen lediglich vier ein gutes Qualitätsurteil, während zahlreiche Öle deutliche Schwächen zeigen. Besonders bemerkenswert ist, dass auch bekannte Marken und frühere Empfehlungen negativ auffallen. Die Ergebnisse, die Ende Januar 2026 veröffentlicht wurden, verdeutlichen, wie stark die Qualität im Olivenölsegment schwanken kann und wie wenig verlässlich frühere Testergebnisse für aktuelle Kaufentscheidungen sind.
So wurde getestet
Im Rahmen der Untersuchung analysierte Stiftung Warentest 25 Olivenöle der höchsten gesetzlich definierten Güteklasse „nativ extra“. Voraussetzung für diese Einstufung sind ein einwandfreier Geschmack, ein fehlerfreies Aroma sowie eine unbedenkliche chemische Zusammensetzung. Die Prüfer kombinierten sensorische Verkostungen mit umfangreichen Laboranalysen. Dabei standen Geschmack, Geruch und mögliche Rückstände unerwünschter Stoffe im Mittelpunkt. Trotz der hohen Anforderungen erfüllten nur vier Produkte die Kriterien für eine gute Gesamtbewertung, während acht Öle als mangelhaft eingestuft wurden.
Die sensorischen Tests erfolgten durch geschulte Expertenpanels, die gezielt nach typischen Qualitätsfehlern wie ranzigen oder modrigen Noten suchten. Gleichzeitig bewerteten sie positive Eigenschaften wie Fruchtigkeit, Bitterkeit und Schärfe. Ergänzend dazu wurden chemische Parameter wie der Gehalt freier Fettsäuren sowie mögliche Verunreinigungen überprüft. Erst das Zusammenspiel beider Prüfbereiche entscheidet über das finale Qualitätsurteil.
Resultate: Nur wenige überzeugen
Das Gesamtbild der Ergebnisse fällt ernüchternd aus. Lediglich vier der geprüften Olivenöle konnten mit einem guten Urteil überzeugen. Diese Produkte zeichneten sich durch ein ausgewogenes Geschmacksprofil aus, das von fruchtigen Aromen, harmonischer Bitterkeit und einem sauberen Abgang geprägt war. Solche Eigenschaften gelten als Indikatoren für frische Oliven und eine sorgfältige Verarbeitung.
Demgegenüber schnitten viele Öle aus dem Supermarkt- und Discountersegment enttäuschend ab. Besonders auffällig ist, dass einige Produkte, die in früheren Tests noch empfohlen wurden, nun durchfielen. Die Ursachen lagen sowohl in sensorischen Mängeln wie einem flachen oder unausgewogenen Geschmack als auch in klar feststellbaren Qualitätsfehlern, die für Olivenöl der höchsten Güteklasse unzulässig sind.
Zusätzlich stellten die Prüfer bei einzelnen Produkten erhöhte Mengen unerwünschter Stoffe fest, darunter Mineralölbestandteile. Diese können etwa durch Verpackungsmaterialien oder während der Herstellung in das Öl gelangen. Auch wenn die gemessenen Werte keine akute Gesundheitsgefahr darstellen, gelten sie als Qualitätsmangel und weisen auf Schwächen in der Produktionskette hin.
Warum die Qualität schwankt
Im Vergleich zu früheren Jahren zeigt der aktuelle Test einen spürbaren Rückgang der durchschnittlichen Qualität. Während in älteren Untersuchungen noch mehr Olivenöle gute Bewertungen erhielten, dominieren inzwischen mittlere und schlechte Ergebnisse. Fachleute sehen die Gründe dafür unter anderem in einer schwankenden Rohstoffqualität, die durch klimatische Veränderungen, problematische Ernten und instabile Lieferketten beeinflusst wird.
Der Klimawandel wirkt sich zunehmend auf den Olivenanbau aus. Längere Hitzeperioden, Wassermangel und unregelmäßige Niederschläge können die Reife und Zusammensetzung der Oliven beeinträchtigen. Diese Faktoren schlagen sich später im Geschmack und in der chemischen Qualität des Öls nieder. Da Olivenöl weltweit gehandelt wird, kommen zudem Unterschiede in Herkunft, Verarbeitung und Kontrolle hinzu.
Auch nach der Ernte bleibt Olivenöl ein empfindliches Produkt. Licht, Sauerstoff und Wärme beschleunigen Alterungsprozesse und können zu Geschmacksverlusten führen. Werden Transport- und Lagerbedingungen nicht konsequent eingehalten, kann selbst ein ursprünglich hochwertiges Öl deutlich an Qualität einbüßen.
Bekannte Marken unter der Lupe
Unter den positiv bewerteten Produkten befinden sich auch etablierte Marken, die für eine vergleichsweise konstante Qualität stehen. Diese konnten ihre guten Ergebnisse aus früheren Tests teilweise bestätigen und zeigen, dass gleichbleibende Qualität trotz schwieriger Rahmenbedingungen möglich ist.
Gleichzeitig belegt der Test, dass bekannte Namen und frühere Empfehlungen keinen dauerhaften Qualitätsstandard garantieren. Mehrere Handelsmarken schnitten deutlich schlechter ab als erwartet. Veränderungen bei Lieferanten, Rohstoffen oder Produktionsverfahren können sich kurzfristig auf das Endprodukt auswirken und erklären die teils starken Abweichungen zu früheren Bewertungen.
Warum unabhängige Tests wichtig bleiben
Angesichts der großen Qualitätsunterschiede im Olivenölregal kommt unabhängigen Produkttests eine zentrale Rolle zu. Preis, Marke oder Herkunftsangaben allein erlauben kaum Rückschlüsse auf die tatsächliche Qualität. Untersuchungen durch Institutionen wie Stiftung Warentest schaffen Transparenz und machen sensorische sowie chemische Unterschiede nachvollziehbar.
Fazit: Hohe Güteklasse, große Unterschiede
Der aktuelle Olivenöl-Test von Stiftung Warentest zeigt deutlich, dass die Bezeichnung „nativ extra“ keine gleichbleibende Qualität garantiert. Nur wenige Produkte erfüllen die hohen Anforderungen vollständig, während viele Öle mittelmäßig abschneiden oder durchfallen. Klimatische Einflüsse, Produktionsbedingungen und Lagerung wirken sich spürbar auf das Ergebnis aus. Die Untersuchung unterstreicht, wie wichtig kontinuierliche Qualitätskontrollen und unabhängige Tests für die Bewertung dieses sensiblen Lebensmittels sind.
Quellen
Stiftung Warentest – Olivenöl im Test
newsTIME / Joyn – Olivenöl-Test: Nur vier Produkte gut
Welt.de – Stiftung Warentest: Acht Olivenöle fallen durch
Ruhr Nachrichten – Olivenöl-Test: Viele bekannte Marken enttäuschen
Presseportal.de – Einordnung und Stellungnahmen zum aktuellen Olivenöl-Test






