Eine aktuelle Untersuchung von immowelt.de zu den Energieeffizienzklassen der im Jahr 2025 angebotenen Wohnimmobilien offenbart erhebliche Defizite: 36 Prozent der Bestandsimmobilien fallen in die schlechtesten Kategorien F bis H und erfordern dringende Sanierungsmaßnahmen. Besonders betroffen sind Einfamilienhäuser, bei denen 52 Prozent in diese Klassen eingestuft werden – bei Eigentumswohnungen liegt der Anteil dagegen bei nur 13 Prozent.
Kaum Fortschritte trotz Energiekrise Obwohl die CO₂-Steuer 2021 eingeführt und die Energiepreise seither gestiegen sind, hat sich die Situation kaum verbessert. Der Anteil der effizienten Klassen A+ bis C sank sogar von 33 auf 30 Prozent. Gleichzeitig stieg der Anteil der am schlechtesten bewerteten Immobilien (F bis H) von 28 auf 36 Prozent. Ein Grund dafür könnte sein, dass Eigentümer vermehrt energetisch ineffiziente Objekte verkaufen, da diese durch hohe Betriebskosten unattraktiv werden.
Ostdeutsche Städte führen, ländliche Regionen hinken hinterher Die Analyse zeigt deutliche regionale Unterschiede: Ostdeutsche Städte wie Rostock, Schwerin, Dresden, Potsdam und Leipzig weisen mit unter 10 Prozent den geringsten Anteil an Immobilien der Klassen F bis H auf. Dies ist auf das DDR-Erbe mit zentraler Fernwärmeversorgung und umfangreichen Sanierungen nach der Wiedervereinigung zurückzuführen. Dagegen ist der Sanierungsbedarf in ländlichen und strukturschwachen Regionen besonders hoch. Im Landkreis St. Wendel (73 Prozent), Bernkastel-Wittlich (72 Prozent) und Siegen-Wittgenstein (70 Prozent) dominieren ineffiziente Gebäude. Hier überwiegen ältere Einfamilienhäuser, die energetisch weniger effizient sind als Mehrparteienhäuser in Ballungsräumen.
Sanierungswelle im Osten, Stagnation im Westen Während ostdeutsche Städte von einer gezielten Modernisierungsoffensive profitierten, stagniert die Entwicklung in vielen westdeutschen ländlichen Gebieten. Ausnahmen bilden wirtschaftsstarke Regionen wie das Alpenvorland oder der Schwarzwald, wo Eigentümer eher in energetische Sanierungen investieren können.
Fazit: Energieeffizienz bleibt eine Herausforderung Dr. Robert Wagner, Geschäftsführer von immowelt, betont, dass Kaufinteressenten den Sanierungsbedarf in ihre Investitionsplanung einbeziehen müssen. Gleichzeitig biete dies Verhandlungsspielraum, sofern die Modernisierungskosten transparent dargestellt werden.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Immowelt/Veröffentlicht am 26.02.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.