In Heilbronn ist die Kaufkraft der Bevölkerung im bundesweiten Vergleich am höchsten. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft, in der 400 Kreise und kreisfreie Städte miteinander verglichen wurden.
Im Jahr 2023 erreichte Heilbronn ein preisbereinigtes Pro-Kopf-Einkommen von 39.424 Euro und belegte damit den ersten Platz. Zwar verzeichnete der Landkreis Starnberg mit 44.500 Euro das höchste durchschnittliche Einkommen in Deutschland, im Gesamtranking reichte es jedoch nur für Rang zwei. Ausschlaggebend dafür war das dort deutlich höhere Preisniveau, das rund 14 Prozent über dem Bundesdurchschnitt lag und die tatsächliche Kaufkraft spürbar verringerte. Nach Berücksichtigung dieser regionalen Unterschiede verblieben in Starnberg rechnerisch 39.200 Euro.
Für die tatsächliche finanzielle Stärke einer Region ist nicht allein die Höhe des Einkommens entscheidend. Ebenso wichtig ist, wie teuer das Leben vor Ort ist. Deshalb stellte die IW-Studie Einkommen und regionale Preise für Konsumgüter sowie Dienstleistungen gegenüber. Auf dieser Basis wurde ein preisbereinigtes Einkommen ermittelt, das einen realistischeren Vergleich zwischen den Regionen ermöglicht.
Hinter Heilbronn und Starnberg folgen mit Rhön-Grabfeld, wo 38.479 Euro erreicht wurden, und dem Kreis Neuwied mit 37.441 Euro zwei Regionen, die normalerweise nicht zu den bekannten Wohlstandsschwerpunkten gezählt werden. Auf Rang fünf platzierte sich der Landkreis Miesbach mit 37.078 Euro. Damit entfielen drei der ersten fünf Plätze auf bayerische Regionen. Auffällig ist, dass viele Gegenden außerhalb der großen Städte von vergleichsweise niedrigen Lebenshaltungskosten profitieren. In Rhön-Grabfeld lag das Preisniveau beispielsweise sieben Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.
Am Ende der Rangliste stand Offenbach am Main mit einem preisbereinigten Pro-Kopf-Einkommen von 21.430 Euro. Ebenfalls schwach schnitten Gelsenkirchen, Duisburg und Herne ab. Dort waren vor allem die vergleichsweise niedrigen Einkommen der entscheidende Grund für die geringe Kaufkraft.
Auch mehrere Großstädte fanden sich im hinteren Drittel wieder, darunter Hamburg, Köln, Frankfurt am Main und Berlin. In diesen Metropolen waren es jedoch nicht in erster Linie niedrige Einkommen, sondern vor allem die hohen Wohnkosten, die die nominell guten Verdienste stark minderten und damit die Kaufkraft drückten.
IW-Ökonom Christoph Schröder erklärte, dass für gleichwertigere Lebensverhältnisse vor allem der Wohnungsbau in den Städten stärker vorangebracht werden müsse. Zugleich werde deutlich, dass das Leben außerhalb der Metropolen finanziell durchaus reizvoll sein könne. Damit sich jedoch mehr Menschen dauerhaft für Regionen abseits der großen Städte entscheiden, müsse das Umland besser angebunden werden.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Institut der Deutschen Wirtschaft/Veröffentlicht am 12.04.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.